Über uns/Geschichte

Geschichte

Die Ursprünge der Schützenbruderschaft „St. Antonius“ Eickelborn gehen auf  das Jahr 1845 zurück. Damals gründeten 40 Einwohner die Eickelborner Schützen-Gesellschaft. Ein genaues Datum ist der handschriftlich verfassten Urkunde mit der ersten Satzung  nicht zu entnehmen. Dort heißt es: „Zur Belebung allgemeinen Frohsinns und zur Aufmunterung der jungen Leute bei ihren ländlichen Arbeiten hat von jeher im Dorfe Eickelborn ein sogenanntes Vogelschießen bestanden, welches in den letzten Jahren, und vorzüglich im Jahre 1845 durch den Beitritt sämtlicher Einwohner mehr Bedeutsamkeit genommen und nunmehr in ein geregeltes „Schützenfest“ umgewandelt ist“. Erster Oberst ist ein Herr Grundmann.  Laut §1 der Satzung sind „alle männlichen Einwohner des Dorfes Eickelborn ohne Unterschied im Alter von 16 bis 60 Jahren verpflichtet, als Schützenmitglied einzutreten, wenn sie an dem Feste teilnehmen wollen“. Die erste Uniform besteht aus schwarzer Hose, blauem Kittel und einem Hut mit grünem Eichenkranz. Im Umzug führen die Schützen ihre eigenen Vorderlader-Gewehre (Püster) mit. Offiziere tragen rot-weiße Schärpen und Degen. Erstes Königspaar sind Franz und Maria Kemper.

Eickelborner Schützengesellschaft im Jahr 1911.

2020: Heute hat die Schützenbruderschaft „St. Antonius“ Eickelborn 650 Mitglieder. Die Vereinsfarben sind Rot, Gelb und Weiß. An der Spitze stehen das amtierende Königspaar Udo und Katrin Hüsten mit den Königsoffizieren Michael Hüsten und Manfred Hüsten sowie dem Hofstaat. Den Verein führt der geschäftsführende Vorstand mit dem Oberst und 1. Vorsitzenden Holger Hüsten, dem stellvertretenden Oberst und 2. Vorsitzenden Antonius Michel-Kemper, dem Kassierer Patrick Althoff, dem Kommandeur und Major Michael Berglar sowie dem Schriftführer Ulrich Köster. Drei Kompanien bilden das Schützenbataillon. Das Offizierskops umfasst 42 Mitglieder. Die Schützen feiern alljährlich am zweiten Wochenende im Juli (von Samstag bis Montag). Stichtag ist der Sonntag.

Das 175-jährige Jubiläum wird im Jahr 2021 in der Zeit vom 11. bis 14. Juni und damit vier Wochen vor dem eigentlichen Termin nachgeholt. Der Grund: Der Schützenverein Bad Waldliesborn feiert am zweiten Wochenende im Juli sein 100-jähriges Bestehen.

Historisch interessante Daten

1925 Errichtung einer Schützenhalle und eines angrenzenden Sportplatzes an der Rosenstraße durch die Gemeinde Eickelborn mit Unterstützung der Westfälischen Provinzial-Heilanstalt. Die Vogelstange erhält ihren Platz bei der Schützenhalle. Bis dahin fand das Vogelschießen auf einer Vogelwiese am  heutigen Alten Postweg statt.

Schützenhalle 1925.

1948 Der bisherige Eickelborner Schützenverein wird neu ins Leben gerufen als Schützenbruderschaft „St. Antonius“ Eickelborn.

1951 Die Zahl der Mitglieder erreicht 400. Das macht die Aufteilung des Schützenbataillons in zwei Züge notwendig.

Oberst Josef Quante-Rinsche (2.v.l.) und stellvertretender Oberst Franz Biermann (3.v.l.) beim Antreten des Bataillons 1951.

1955 Aus zwei werden drei Züge, später Kompanien genannt, die heute nach wie vor bestehen.

1970 Zum 125-jährigen Jubelfest komponiert der Musikpädagoge Fritz Lücke das Eickelborner Schützenlied, das seitdem fester Bestandteil des Schützenfests ist.

1982 Seit dem 1. Januar ist die Schützenbruderschaft „St. Antonius“ offizielles Mitglied im Sauerländer Schützenbund.

1992 Eine neue Fahne für die Beflaggung der Straßen in den Vereinsfarben Rot, Gelb und Weiß  mit dem Eickelborner Wappen ersetzt nach und nach den bisherigen uneinheitlichen Fahnenschmuck.

Schützenfahne im Kreisverkehr.

1995 Zum 150-jährigen Jubelfest findet erstmals ein „Kaiserschießen“ unter den noch lebenden Königen statt. Erster „König der Könige“ mit dem Titel „Kaiser“ wird Willi Köster, König im Schützenjahr 1968/69.

Als erster „König der Könige“ erringt Willi Köster den „Kaiser“-Titel.

2004 Aufgrund zunehmender Schwierigkeiten, Schützenbrüder für die Königswürde zu begeistern, beschließt die Generalversammlung am 28. Februar, jedes Jahr pro Mitglied fünf Euro zu erheben. Die Summe soll ausschließlich dem Königspaar zugutekommen. Dieses „Eickelborner Modell“ sorgt seitdem in jedem Jahr für eine Vielzahl von Königsaspiranten unter der Vogelstange.

2020 Zum Gedenken an die Vereinsgründung vor 175 Jahren fand am Samstag, 11. Juli, um 16 Uhr ein Wortgottesdienst an der St. Antonius-Kapelle statt (selbstverständlich unter Einhaltung der geltenden Sicherheits- und Hygienevorschriften).

Reich bebilderte Festschrift lädt zum Stöbern ein

Die 240-seitige Festschrift zum 175-jährigen Jubiläum der Schützenbruderschaft „St. Antonius“ Eickelborn beleuchtet nicht nur die Geschichte der Schützen und der Kinderschützenfeste. Sie bietet auch einen chronologischen Abriss der Dorfgeschichte seit 1250.  Darüber hinaus finden sich dort die katholische Kirchengemeinde „St. Antonius“, die Bürgerinitiative „Sicherheit vor Therapie“, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sowie der Spielmannszug Eickelborn 2000 e.V. und der Schießclub Eickelborn mit eigenen Beiträgen wieder. Und nicht zuletzt lebt die reicht illustrierte Schrift von vielen Bildergalerien und historischen Aufnahmen, die darin zum Teil erstmals veröffentlicht worden sind.

Die Festschrift ist online über die Eickelborn-App und darüber hinaus in der Bäckerei Hölkemann und in der BfT-Tankstelle Reilmann, dazu in der Sparkassen-Filiale Eickelborn und in der Volksbank-Filiale Benninghausen zu erwerben.